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So schaffen Sie Leben in Ihrem Garten

Die Insekten haben es schwer in diesen Tagen. So schwer, daβ wenn es so weitergeht, wird es in 100 Jahren überhaupt keine mehr geben. Das wäre nicht nur schade für die kleinen Sechsbeiner, sondern auch für uns. Ohne Insekten wird das Leben für uns nämlich auch schwieriger. Abgesehen von der Verarmung der Biodiversität, brauchen wir Insekten als Bestäuber in der Landwirtschaft, vor allem in Fruchtplantagen.

Viele der Pflanzen, die uns mit Nahrungsmitteln versorgen, sind Windbestäuber. Die schaffen es auch ohne Insekten Samen zu bilden. So verhungern werden wir nicht. Anders ist das jedoch mit Fruchtbäumen. Die brauchen Insekten. Ohne genügend Insekten werden die Fruchternten weltweit drastisch zurückgehen. Das ist in einigen Gegenden schon der Fall.

Es ist also wichtig, daβ wir alle einen Beitrag dazu leisten um das 6. Massenaussterben zu stoppen. Haben Sie einen Garten? Dann ist es sogar ganz leicht.

Blüten ziehen Insekten an

Insekten sind abhängig von einer reichlichen Diversität von Pflanzen. Sogar die Raubinsekten, wie Wespen, Ameisen und Raubkäfer. Ohne ausreichender botanischer Vielfalt haben die Raubinsekten ganz einfach nicht genügend zum Futtern. Die nächsten in der Reihe, sind die Vögel. Auch wenn Sie die Vögel in Ihrem Garten das ganze Jahr hindurch füttern, ohne Insekten können sie auf die Dauer nicht ohne Insekten überleben. Die Jungen brauchen Unmengen von Protein um schnell wachsen zu können, und das gibt es nur in Form von Insekten.

Deshalb sollten Sie Ihren Garten so attraktiv für Insekten machen, wie es nur geht. Lassen Sie Unkraut stehen wo es nicht gerade im Wege ist. Muss der Rasen wirklich so steril und kurzgeschnitten sein? An manchen Stellen vielleicht ja, aber bestimmt nicht überall.

Machen Sie einen Kompromiss mit der Natur

Umso besser gepflegt der Rasen, umso lebensfeindlicher ist er auch. Lassen Sie zumindest einige Streifen stehen und wild wachsen. Sie können auch Wildblumen ansähen. Umso vielfältiger, umso besser. Viele Insekten sind Spezialisten, und brauchen ganz bestimmte Pflanzen. Oft sind die ganz unscheinbaren Kräuter oder „Unkräuter“.

Wichtig ist vor allem daβ es die ganze Zeit irgendwas Blühendes gibt. Nektar gibt es nur in Blüten, und Nektar ist ganz einfach hochprozentiger Nährstoff für viele Insekten. Eine Blütenschwemme im Mai, wird viele Insekten anlocken und ernähren. Wenn dann im Juni alles verblüht ist, und nichts anderes nachkommt, verhungern sie. Das ist das große Problem mit der Monokultur Landwirtschaft.

Vielfalt ist besser als Monokultur

Ein blühendes Rapsfeld kann Millionen von Insekten ernähren. Die vermehren sich schnell, weil das Futterangebot gut ist. Aber nach 4 Wochen ist die Freude vorbei. Der Raps ist verblüht, und es gibt kein Futter mehr. Insekten sind sehr standgebunden. Ihre Welt füllt ein paar Quadratmeter. Für fliegende Insekten ein paar hundert Quadratmeter, aber auch nicht mehr. Wenn in ihrer Welt nicht mehr blüht, gehen die Insekten zugrunde.

Berücksichtigen Sie das in ihrem Garten. Sorgen Sie dafür daβ es immer reichlich blühende Pflanzen gibt, vom zeitigen Frühjahr bis zu Spätherbst. Damit wird Ihr Garten zu einer Oase der Biodiversität.

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